Lamellendach: Kosten, Hersteller und Varianten
Ein Lamellendach macht deine Terrasse ganzjährig nutzbar. Die drehbaren Aluminium-Lamellen (Drehwinkel bis 145° oder 160°, je nach Modell) lassen sich stufenlos einstellen – von voller Sonne über leichten Schatten bis zum geschlossenen, wasserdichten Dach. Die pulverbeschichtete Konstruktion ist wartungsarm und hält 25 bis 30 Jahre. Hier findest du, was du vor dem Kauf wissen solltest.
Was kostet ein Lamellendach?
| Größe | Einstieg | Mittelklasse | Premium |
|---|---|---|---|
| 3 × 3 m (9 m²) | ab 3.600 € | 5.000–7.000 € | 8.000–11.000 € |
| 3 × 4 m (12 m²) | ab 4.800 € | 6.500–9.000 € | 10.000–14.000 € |
| 4 × 4 m (16 m²) | ab 6.400 € | 8.500–12.000 € | 13.000–19.000 € |
| 4 × 6 m (24 m²) | ab 9.600 € | 12.000–17.000 € | 18.000–25.000 € |
Unverbindliche Richtwerte inkl. MwSt., Stand: März 2026. Montage (500–2.500 €) und Fundament nicht enthalten. Tatsächliche Preise variieren je nach Anbieter, Region und Ausstattung.
Unsere Auswertung
Für diese Kaufberatung haben wir 22 Lamellendach-Modelle von 11 Herstellern ausgewertet: Preis, Lamellenmaterial, Antrieb, Spannweite und Garantie quer über Renson, Warema, Weinor, Pergolux, Sunjoy, HUUN, Stobag und weitere.Stand: Mai 2026.
1.750–5.236 €
Einstiegspreise der Modelle mit Preisangabe
13 der 22 Modelle nennen einen öffentlichen Startpreis. Zwei Aktionsangebote (fensterversand.com) liegen mit rund 1.035–1.385 € darunter. Inkl. MwSt., Stand: Mai 2026.
400–1.200 €/m²
Preiskorridor je Quadratmeter
Aus unseren Größen- und Klassen-Spannen abgeleitet, inkl. MwSt., ohne Montage und Fundament.
21 von 22
Modelle mit Aluminium-Lamellen
Einzige Ausnahme im Datensatz: PRIMEYARD Premium mit Stahl-Lamellen.
≈ 0,20 €
Stromkosten der Lamellensteuerung pro Saison
Überschlag: 150-W-Motor, zwei Fahrten/Tag, rund 0,5 kWh bei 0,37 €/kWh (BDEW, Januar 2026). Heizstrahler und LED nicht eingerechnet.
25–30 Jahre
Nutzungsdauer pulverbeschichtetes Aluminium
Herstellerübergreifende Garantie- und Erfahrungswerte aus dem Datensatz.
80–350 kg/m²
Schneelast je nach Modellklasse
Einstiegsmodelle 80–100 kg/m², Premiummodelle bis 350 kg/m².
So haben wir verglichen
Wir gewichten nach vier messbaren Kriterien:
- Wetterfestigkeit und Dichtigkeit 30 %
- Preis-Leistung je m² 30 %
- Spannweite und Schneelast 20 %
- Garantie und Service 20 %
Datenbasis: Hersteller-Datenblätter und Awin-Produktdaten zu 22 Modellen, zuletzt geprüft Mai 2026. Wir bewerten objektiv nach Herstellerangaben, ohne eigene Statik- oder Windlast-Berechnung. Mehr dazu in unserer Methodik. Fragen oder Korrekturen? Über unsere Redaktion.
Drei Modelle aus dem Vergleich
Pergolux Pergola 4 Pro ist ein freistehendes Aluminium-Lamellendach mit motorisiert verstellbaren Lamellen, ab 3.499 €. Es passt für alle, die eine ganzjährig nutzbare Terrasse ohne Wandmontage wollen. Die pulverbeschichtete Konstruktion ist wartungsarm, Regenwasser läuft über integrierte Pfostenrinnen ab. LED und Smart-Steuerung gibt es in der Pro-Max-Stufe.
Sunjoy MATTERHORN 3 × 4 m ist mit rund 3.003 € der günstige freistehende Einstieg unter den ausgewerteten Modellen. Die Alu-Lamellen sind verstellbar, Wind- und Schneelastwerte liegen im soliden Mittelfeld. Geeignet für kleinere Terrassen und Budget-Käufer, die auf Sensor-Automatik und App-Steuerung verzichten können.
HUUN Equa markiert mit ab 5.236 € das obere Ende. Das elektrische Lamellendach bringt integrierte LED-Beleuchtung mit und richtet sich an Käufer, die Komfort und Ausstattung über den Preis stellen. Für die meisten Privatterrassen ist es mehr Ausstattung als nötig, für Premium-Ansprüche aber stimmig.
Preise sind unverbindliche Einstiegspreise laut Hersteller, inkl. MwSt., Stand: Mai 2026.
Varianten im Überblick
Motorisiert (Standard)
Lamellen per Fernbedienung oder Wandschalter öffnen und schließen. Die Basislösung für den Einstieg. Preis: ab 5.000 € (3 × 4 m).
Bioklimatisch (Sensor)
Wind-, Regen- und Sonnensensoren steuern die Lamellen automatisch. Oft mit App-Steuerung und Smart-Home-Integration. Preis: ab 8.000 € (3 × 4 m).
Freistehend
Vier Pfosten, keine Wandmontage nötig. Frei im Garten oder auf der Dachterrasse platzierbar. Braucht ein stabiles Fundament, dafür maximale Flexibilität beim Standort.
Mit Seitenteilen
Glas-Schiebewände, Zip-Screens oder Seitenmarkisen machen das Lamellendach zum fast geschlossenen Raum. Guter Windschutz, verlängert die Nutzung bis in den späten Herbst.
Solar-Lamellendach
Photovoltaik-Module auf den Lamellen erzeugen Strom und spenden Schatten. Lohnt sich das? Ertrag, Kosten und Foerderung im Ueberblick.
Hersteller-Vergleich
Renson, Warema, Weinor, Pergolux und weitere: Preise, Qualitaet und Garantie im direkten Vergleich.
Lamellendach nachrüsten
Bestehende Pergola oder Terrassenueberdachung mit Lamellen aufrüsten: Voraussetzungen, Ablauf und Kosten.
Ausstattung und Zubehör
LED-Beleuchtung
LED-Stripes oder Spots in der Traufleiste. Dimmbar, teils RGB. Ab 200 €.
Heizstrahler
Infrarot-Strahler an Pfosten oder Querträger. Verlängert die Saison bis November. Ab 150 €.
App- und Sprachsteuerung
WLAN-Bridge für Smartphone-Steuerung. Alexa-Integration bei einzelnen Herstellern. Ab 100 €.
Textilscreens
ZIP-Screens und Senkrechtmarkisen als Wind- und Sichtschutz an den Seiten. Ab 800 € pro Seite.
Glasschiebeelemente
Vollständiger Wetterschutz mit freier Sicht. Ab 2.500 € pro Seite.
Solarantrieb
Solarbetriebener Motor als Alternative zum Stromanschluss. Reicht für den Lamellenbetrieb.
Schneelast: die meisten Modelle tragen 80 bis 100 kg/m², Premiummodelle bis 350 kg/m². Bausätze zur Selbstmontage gibt es ab ca. 2.500 € (Pergolux, Rexin). Maßanfertigungen ab 10 bis 30 % Aufpreis. Die gängigsten Einsatzorte: Terrasse, Garten, Pool und Dachterrasse.
Pergolux
Pergolux Lamellendächer ansehen
ab 3.499 €
Unverbindliche Preise, Stand: 29.05.2026
Lamellendach mit verstellbaren Alu-Lamellen, freistehend
Breite
4,06 m
Tiefe
3,06 m
Wind
80 km/h
Schneelast
110 kg/m²
ab 3.003 €, Stand: März 2026
Unverbindlicher Preis, Stand: März 2026
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Häufige Fragen
Was kostet ein Lamellendach pro Quadratmeter?
Rechne mit 400 bis 1.200 € pro m², je nach Hersteller, Ausstattung und Größe. Ein 4 × 4 m großes Lamellendach liegt damit zwischen 6.400 und 19.200 €. Einstiegsmodelle ohne Motorisierung starten niedriger, bioklimatische Varianten mit Sensorsteuerung und Beleuchtung liegen am oberen Ende.
Ist ein Lamellendach wasserdicht?
Ja, die meisten modernen Lamellendächer sind bei geschlossenen Lamellen wasserdicht. Das Wasser wird über integrierte Rinnen in den Pfosten abgeleitet. Bei starkem Schlagregen mit Wind kann bei manchen Modellen etwas Wasser zwischen den Lamellen durchdringen – hier lohnt sich der Blick auf die Herstellerangaben zur Dichtigkeitsklasse.
Wie laut ist ein motorisiertes Lamellendach?
Moderne Lamellendächer arbeiten mit Gleichstrommotoren, die leiser sind als ältere Wechselstrom-Antriebe. Im Betrieb liegen die meisten Modelle unter 45 dB – vergleichbar mit einem leisen Gespräch. Das Öffnen und Schließen dauert je nach Modell 15 bis 40 Sekunden.
Aluminium- oder Stahl-Lamellen – was ist besser?
In unserer Auswertung von 22 Modellen setzen 21 auf Aluminium-Lamellen, nur das PRIMEYARD Premium nutzt Stahl-Lamellen. Aluminium rostet nicht, ist leichter und braucht weniger Tragstruktur – deshalb der Standard. Stahl-Lamellen sind stabiler bei großer Spannweite, dafür schwerer und korrosionsanfälliger an der Beschichtung. Für die meisten Privatterrassen ist Aluminium die wartungsärmere Wahl.
Was kostet der Strom für ein motorisiertes Lamellendach?
Sehr wenig. Der Lamellenmotor läuft nur beim Öffnen und Schließen. Überschlag: Bei einem 150-Watt-Motor und zwei Fahrten pro Tag kommen über die Saison rund 0,5 kWh zusammen – das sind bei 0,37 €/kWh (BDEW, Januar 2026) etwa 0,20 €. Die echten Stromkosten entstehen nicht durch die Lamellen, sondern durch optionale Heizstrahler und LED-Beleuchtung.
Manuell oder motorisiert – welcher Antrieb lohnt sich?
Manuell verstellbare Lamellendächer wie die Pergolux Pergola 4 (ab 2.649 €) oder das HUUN Piano (ab 3.079 €) sind der günstigste Einstieg und genügen, wenn du die Lamellen selten verstellst. Motorisierte Modelle wie die Pergolux Pergola 4 Pro (ab 3.499 €) kosten rund 600 bis 900 € mehr, lassen sich aber per Fernbedienung bedienen – sinnvoll, sobald Wetter und Sonnenstand häufig wechseln. Preise Stand: Mai 2026.